Samstag, 8. Februar 2014

Zantangle - ATC

Jeder kennt es: Man kritzelt so vor sich hin, weil der Geschichtsunterricht langweilig ist, weil der Gesprächspartner am anderen Ende des Telefons nicht wirklich was zu sagen hat, weil man gerade intensiv am Nachdenken ist, weil die Schreibtischablage so leer ist, weil ... . Eie auch immer es genannt wird, ob kritzeln, malen, doodlen, tanglen, mittlerweile hat sich das ganze zu einem richtigen Trend entwickelt.

Studien haben gezeigt, dass man angeblich aufmerksamer zuhören kann, wenn man nebenher vor sich hin kritzelt. Das haben auch Maria Thomas und Rick Roberts (USA) entdeckt. Sie malt, er ist für die Meditation zuständig. Zusammen haben sie Zen-Tangle (Zentangle) "entwickelt". Hierbei wird das chaotische Gekritzel in verschiedene Kritzelmuster gegossen, die dann in einem 11-Schritte-Ablauf in Bildern auf kleinen Kärtchen (~9x9cm) umgesetzt werden. Es wird langsam ein Strich nach dem anderen gezeichnet, ohne vorher das finale Werk zu planen. Die Bilder sind so klein, dass man sie gut in einer halben Stunde fertig stellen und damit als Entspannungsübung in den Alltag integrieren kann. Der Ablauf ist grob: Atmen, das Werkzeug und Papier ansehen, loslegen, ..., und hinterher noch mal sein Werk ansehen. 

Also ein perfektes Intermezzo, um man die Finger von den Chainmaille-Ringen und dem Draht zu entspannen.

Nachdem ich die ersten 14 Muster ausprobiert habe, habe ich mich an die erste ATC (Artist Trading Card, 8.9 x 6.4 cm) gewagt. Hier die Karte, die ich heute zur Entspannung gemacht habe und fein behalten werde.

ATC mit ISOCHOR, PRINTEMPS, SHATTUCK, FESTUNE und FESCU

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