Dienstag, 14. August 2012

Montreal, Kanada, 13.08.2012

Diese Mal verschlägt es mich nach Montreal, Kanada. Ich bin eingeladen, einen kanadischen Antrag zu begutachten. Dieser wird mit einem Komitee aus mehreren Personen von Dienstag bis Donnerstag besprochen.
Da ich eine lange Anreise habe, darf ich bereits am Montag anreisen. Um 5:50 geht mein Taxi von Oldenburg nach Bremen. Von dort fliege ich dann zunächst nach Frankfurt und dann am frühen Mittag weiter direkt nach Montreal. Durch die Zeitverschiebung komme ich nur eine Stunde später in Kanada an. Doch bevor ich nach Montreal in die Stadt fahren kann, stehe ich fast eine Stunde in der Schlange am Zoll. Es ist wie im Heidepark, wo man ewig lange die gewundenen Bahnen vor der Wildwasserbahn ansteht, nur dass der Spaß am Ende fehlt. Es ist aber auch erstaunlich, dass für die Flut an Anreisenden nur 4 Schalter offen sind. Anschließend stehe ich eine weitere halbe Stunde am Schalter für das Busticket an, langsam bin ich das Anstehen und Warten ein wenig satt. Dafür ist die Busreise nach Montreal erstaunlich einfach. Der Bus fährt direkt vor dem Flughafen in hoher Frequenz ab, und entgegen den Erfahrungen aus San Diego, wo man raten musste, welche Haltestelle als nächste folgt, werden die Haltestellen vorher laut und deutlich mit Nummern ausgerufen … nur, dass der Busfahrer trotzdem bei einer Haltestelle dann verpennt, auch wirklich zu halten. Der Bus hält genau vor dem Hotel. Ich bin jedoch irgendwie verpeilt, denke, dass ich mich in einer Parallelstraße befinde, und laufe vollkommen umsonst ein Mal um den Block. Nun gut, zumindest weiß ich, dass ich nicht weit laufen muss, um am Donnerstag nach dem Treffen mit dem Bus wieder zum Flughafen zu kommen.
Im Hotel angekommen freue ich mich, dass an der Rezeption Wasser mit Zitrone steht, denn ich bin ziemlich durstig. Hier ist es warm und trotzdem auch irgendwie feucht. Ich habe ein Zimmer im 10. Stock und blicke tatsächliche, wie auf der Homepage des Hotels zu sehen, auf die Kathedrale Marie Reine du Mont.

Kathedrale Marie Reine du Mont - Blick aus meinem Fenster
Unten im Hotel ist auch der Beavers Club ;o)


Nach einer kurzen Verschnaufpause mache ich mich wieder auf. Ich habe mir vorgenommen, den restlichen Nachmittag über Old Montreal anzusehen. Im Reiseführer waren Bilder von alten, viktorianischen Häusern und die Basilique Notre Dame wird mit ihrer neu-gotischen Bauweise als ein Must-see angegeben. Auf dem Weg dahin sehe ich tatsächlich ein paar schöne Häuschen, eingerahmt von Abbruchmauern oder Hochhäusern. Die Basilique Notre Dame ist jedoch sehr beeindruckend. Ich versuche, zu verstehen, ob und wann und wie man in die Kirche kommt. Es gibt Messezeiten, aber es gibt auch einen Eintrittspreis und einen erhöhten Eintrittspreis für eine extra Lichtpräsentation. Direkt vor meiner Nase werden die Türen geschlossen. Es ist werde Messe- noch Lichtpräsentationszeit und ich bin verwirrt.

Basilique Notre Dame
 Da ich eh nicht die richtige Kamera dabei habe, um in dem halbdunklen Schummerlicht gute Bilder zu machen, lasse ich mich nicht weiter irritieren und gehe weiter zum alten Hafen, dann den Jacques-Cartier Platz wieder hoch, an der Basilique Notre Dame von der anderen Seite kommen wieder vorbei und zurück Richtung Hotel. Es ist kurz vor sechs und ich merke die Reise sehr. Insgesamt scheint mir Montreal eine wilde Mischung aus wirklich alten, schönen Gebäuden und Hochhäusern. Die schicken Bilder im Reiseführer habe ich aber nicht gefunden.Entweder ich bin nicht die richtigen Straßen entlang gegangen oder die Fotos waren sehr geschickt gemacht.
Alt und neu
Um halb acht fallen mir die Augen zu, auch wenn ich noch wach bleiben wollte, um dem Jet Lack keine Chance zu geben.

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