Freitag, 25. Mai 2012

La Jolla, San Diego, Kalifornien - 5. Tag

Heute ist der letzte Tag der Konferenz und Thomas hält in der letzten Session als vorletzter Redner der Konferenz seinen Vortrag. Morgen steht noch ein letztes Dienstgeschäft an. Für heute habe ich mich entschlossen, den Vormittag hier beim Hotel noch mal am Strand dem Treiben zu zusehen und nicht mit zur Uni zu fahren. Leider ist es den ganzen Morgen über stark bewölkt und durch einen kräftigen Wind sehr kühl. Dennoch sind wieder Unmengen an Kayak-Fahrern unterwegs. Ich unterhalte mich eine Weile mit einer Amerikanerin, die mir erzählt, dass es unter anderem auch ganze Schulklassen sind, die hier zum Kayak-Fahren her kommen.

Während wir so plaudern können wir Taschendiebe der ganz speziellen Art beobachten: Möwen. Die Vögel sind unglaublich frech und ziehen in Gruppen zwischen den Taschen der Klassen hin und her, um hier und da alles aus den Taschen zu ziehen, was irgendwie nach Essen aussieht.

Möwen-Gang auf Nahrungssuche - die zweite von rechts war erfolgreich.
Die Gruppe der auf dem Foto abgebildeten Möwen fällt auch einer anderen Amerikanerin auf, die los läuft, um die Vögel zu verscheuchen. Dazu lässt sich einen Burrito neben ihrer Freundin auf dem Handtuch liegen, der binnen weniger Sekunden von den Möwen entdeckt, geschnappt, in der Luft zerrissen und aufgegessen ist. Das Geschrei ist groß und macht Amerikanerin lautstark ihrer Empörung Luft, dass die Biester mal eben einen kompletten Burrito geklaut haben (They ate my whole burrito! I cannot belief it, they ate the whole burrito, I am so hungry, wooooo, I could kill that birds!). Für einen Außenstehenden ist das Spektakel schon recht unterhaltsam. Ein paar Jungs haben das ganze ebenfalls beobachtet und wollen die Möwen nun austricksen. Dazu legt sich einer in eine Kuhle und wird mit einem Handtuch abgedeckt. Auf das Handtuch werden Chips gelegt. Dann warten sie. Als mehrer Möwen auf dem Handtuch und dem Jungen sind, springt dieser plötzlich auf. Gefangen haben sie aber keine Möwe.

Rache an den frechen Möwen
Am Nachmittag gehen wir noch ein Mal nach La Jolla Village. Es soll noch eine Reihe weiterer Tide Pools geben und außerdem hat es mir dort am Sonntag gut gefallen, so dass ich noch ein Mal hin wollte. Heute ist an den kleinen Stränden deutlich weniger los und die Seehunden liegen sogar faul im Sand. Man kann bis zu ihnen heran gehen.

Auf dem Weg zu den Tide Pools kommen wir an vielen, vielen Squirrels vorbei und ich bin neugierig, wie nah man an sie ran kommt. Also gehe ich langsam auf sie zu und setzte mich auf den Rasen. Die Squirrels lassen sich nicht von mir stören und rupfen einfach weiter am Rasen. Erst als ich den Fotoapparat auf Bodenniveau halte, schauen sie auf. Ein besonders mutiges Kerlchen findet gefallen an dem Ding und kommt wirklich extrem nah. Zwischen dem Squirell und dem Fotoapparat sind vielleicht noch 20 bis maximal 30cm.

Mit der Nase halb in die Kamera - der hier war neugierig!
Nachdem ich den Fotoapparat an Thomas gegeben habe, wurde ich auch gleich wieder langweilig.
Später haben wir die Tide Pools erreicht und sind wie beim ersten Mal beeindruckt von den kleinen Mini-Aquarien, die die Natur in den Felsen geschaffen hat. Man findet diverse Krebse, Schnecken und Pflanzen in allen möglichen Farben und Formen.

Ein kleiner Ausschnitt der Tide Pools

Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 5


Frühstück? Ja! Es gab Kaffee und einen Muffin. 
Abends waren wir im Restaurant, welches zur Karl Strauss Brewing Company, einer Lokalen Bierbrauerei gehört. Thomas isst einen The big Beer Burger (basted with KS Amber Lager, topped with Red Trolley Ale onions, IPA mushrooms, Woodie Gold-brined bacon, gruyere, tomato, lettuce, and fries. Served with IPA steak sauce) und ich ein  Beer Bacon and Turkey Sandwich (Belton Farms sage cheddar, roasted red peppers, arugula pesto, lettuce, herb mayo, on wheat, with balsamic vinegar chips). 
The big Beer Burger und Beer Bacon and Turkey Sandwich 
Dazu trinken wir ein "Off The Rails" (A West Coast Imperial Red Ale with rich toffee flavors, undertones of dark fruits, and a derailing hop character) und ein "Red Trolley Ale" (a medium-bodied beer with heavyweight malts. We brew it with a half ton of caramelized malts for a rich copper color and toffee flavor.) Zwischendurch bekommen wir noch jeder eine Bierprobe von einem Bier, dass nach dem eigentlichen Brauprozess mit Früchten veredelt worden ist. Es schmeckt nach Maracuja, was irgendwie nicht so recht zum herben Biergeschmack passen will. Insgesamt aber eine nette Location mit gutem Essen.

On the Rails, der Nachfolger des Award winning Red Trolley

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