Montag, 21. Mai 2012

La Jolla, San Diego, Kalifornien - 1. Tag

Der erste Tag (ein Sonntag) im sonnigen Kalifornien begann ziemlich bewölkt und blieb auch so. Gegen 10 Uhr haben wir das Hotel verlassen und sind die Küste von La Jolla entlang Richtung La Jolla Cove oder La Jolla Village gegangen, wo sich verschiedene Restaurants und Läden befinden und wo man bei den Küstenhöhlen Seelöwen beobachten kann.
Küste von La Jolla. In der Ferne (oben links) liegt unser Hotel.
Kurz bevor wir dort sind blicken wir die Küste entlang zurück. Schade, dass es so wolkig ist, die Aussicht ist bei klarem Wetter bestimmt noch beeindruckender. Dann flitzt plötzlich etwas kleines an uns vorbei. Ein Vogel, winzig und so schnell, dass man ihn kaum sieht. Immer wieder fliegt er hoch in den Himmel und lässt sich dann wieder fallen. Ein Kolibri, meint Thomas, aber wir sind uns nicht sicher, weil er so schnell ist. Und dann passiert etwas beeindruckendes. Der Vogel fliegt auf uns zu und schwebt nicht mal einen Meter vor uns auf Augenhöhe in der Luft. Es scheint fast so, als wenn er uns genauso begutachtet, wie wir ihn. Die Flügel schlagen so schnell, dass man sie nicht sieht. Und er ist so klein! Ich bin leider viel zu perplex, um ihn meinen Fotoapparat herauszukramen. Und dann ist der Moment auch schon vorbei und der Vogel wieder weg.

Küstenabschnitt kurz vor La Jolla
Kurz vor La Jolla liegen die ersten Seelöwen. Ein fieser Geruch nach Vogel und Fisch geht ihnen voraus. Beim Näherkommen sieht man auch warum. Oberhalb der Seelöwen sitzen verschiedene Möwenarten und Pelikane. Die Felsen sind nicht weiß, weil sie weiß sind, sondern weil sie über und über mit Vogelkot bedeckt sind. Blendet man den Geruch aus, so ist es trotzdem ein schöner Ausblick.

Seelöwen und Pelikane
Gefrühstückt haben wir dann im Goldfish Point Cafe. Ich hatte einen Panini mit Rührei und Schinken und Thomas hatte einen Frühstück-Burrito mit Salsa. Beides haben wir mit einem riesigen Kaffee und Blick auf die Küste ... und ab und zu dem Vogelgeruch genossen, mehr dazu aber unten. Für den Abend nehmen wir noch einen Walnuss-Bananen-Muffin mit.
Den Großteil des Tages sind wir die Küste entlang gegangen und haben uns die Land und Leute angesehen. Ersteres hat uns mit den Pflanzen und Tieren schon beeindruckt. Wir haben bei den La Jolla Coves noch mehr Seelöwen sehen können. Hier konnte man auch deutlich näher an die Tiere heran.

Sieht aus als wenn er grinst

In den Tide Pools, kleinen Vertiefungen in den Küstenfelsen, die regelmäßig durch Wellen mit Wasser gefüllt werden, konnten wir wie in kleinen Aquarien Fische, Muschen, Krebse und Garnelen ansehen.

Krebs bei den Tide Pools

Fast noch stärker vertreten als die Möwen sind jedoch die Squirrels. Die "California ground squirrel"(Otospermophilus beecheyi) gehören zu den Hörnchen und sind daher irgendwie verwandt mit unseren Eichhörnchen. Sie scheinen auf den ersten Blick recht scheu, kommen aber dann doch interessiert heran, wenn man sich irgendwo hinsetzt. Füttern darf man sie jedoch nicht.
Da ist was im Busch - ein Squirrel!


Die kleinen Kerlchen sind nur mäßig scheu und man kommt zum Teil nah ran.
Den restlichen Tag schlendern wir die Straßen entlang und sehen uns die Läden und Restaurants an. Wir besorgen und noch was zu Trinken für den Abend und After-Sun Creme, da die Haut spannt und gehen dann was Essen. Gegessen haben wir abschließend bei Bubbas Smokehouse BBQ, mehr dazu unten. Schon auf dem Rückweg zum Hotel haben wir festgestellt, dass die Haut nicht nur trocken ist und spannt, sondern dass wir uns trotz kühler Temperaturen und an sich vollkommen bedecktem Himmel beide einen fetten Sonnenbrand zugezogen haben. Das hätten wir beide nicht gedacht! Morgen cremen wir uns besser ein.


Thomas kulinarische Erfahrungen - Tag 1


Nachtrag: Da wir uns hier doch durch die heimischen Fast Food und BBQ Restaurants futtern, hat Thomas darauf bestanden, dass die Blogeinträge jeweils einen eigenen Abschnitt für das Essen bekommen. Also, hier ist er:

Gefrühstückt haben wir dann im Goldfish Point Cafe. Ich hatte einen Panini mit Rührei und Schinken und Thomas hatte einen Frühstück-Burrito mit Salsa. Beides wurde stilecht in einem schwarzen Plastikkörbchen mit einer Papierunterlage und Plastikbesteck serviert. Auch der Kaffee kam im Pappbecher. Geschmeckt hat es aber trotzdem ziemlich gut.

Frühstücks-Burrito mit scharfer Salsa im Plastik-Tablett mit Papierunterlage - definitiv stilecht!

Gegessen haben wir abends bei Bubbas Smokehouse BBQ. Ich hatte die Bubba Combo mit Pulled Pork, Pulled Chicken und Baby Backs (Schälrippchen) und Thomas hatte die Baby Backs mit Bubbas Kickin' BBQ Sauce und Bubbas Secret Dry Rub und zwei Texas Longhorn Beef Rips zum Probieren. Dazu gab es Pommes, Maiskolben, Cornbread und hausgemachte Limonade - ich muss sagen, auf die steh ich echt. Die Limonade hier ist wahrscheinlich nur Wasser, Zitrone und Zucker, aber so ohne Kohlensäure und schön kalt, ist sie sehr erfrischend! Die Atmosphäre war locker und der Chef des Ladens sehr nett.

Abendessen: Bubba Combo
Baby Backs mit Bubbas Kickin' BBQ Sauce und Bubbas Secret Dry Rub

Texas Longhorn Beef Rips
Fazit des Essens: Leichte Küche konnte man das sicher nicht nennen, aber es war sehr gut. Das Pulled Chicken war gut, aber im Vergleich mit dem Pulled Pork ein wenig fade. Richtig gut waren die Baby Backs. Die Lonhorn Beef Rips waren uns beiden ein wenig zu fettig. Einig waren wir uns auch, dass man zu Hause im Backofen keinen so guten Rauchgeschmack hinbekommt, wie die hier in ihren Smokern. Marinaden und Soßen waren klasse - wir müssen unbedingt was von dem Zeug zum Mitbringen finden.

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