Montag, 28. Mai 2012

Rückreise San Diego - Detroit - Amsterdamm - Bremen

Der letzte Morgen ist angebrochen. Nachdem wir alles in die Koffer gestopft haben, stehen wir um viertel vor acht bereits früh vor dem Hotel und lassen uns vom Shuttle zum Flughafen bringen. Der Mensch von Delta Airlines ist zwar sehr nett und macht noch Scherze, dass Thomas seinen Wein, den er für das best Paper bekommen hat, nicht "exportieren" darf, dafür verstehen die Personen am Security Check keinen Spaß. Über den Laufbändern, auf denen man sein Handgepäck ablegen muss, hängt ein Schild mit der fetten Aufschrift "No Jokes!" und es läuft ein grimmig drein schauender Mann auf und ab und proklamiert, dass man gefälligst seine Taschen leer haben solle, Kleingeld, Portemonai, Reisepass, Boardkarte währen alles feine Dinge, gehören aber nicht in die Taschen!

Unser Hotel
Nach vier Stunden Flug und einer Zeitverschiebung von 3 Stunden (relativ zu San Diego) landen wir in Detroit zwischen. Hier haben wir genug Zeit, um uns in den Geschäften jeweils ein Nackenkissen für den langen Flug zu kaufen, und dann noch bei Taco Bell was zu Essen. Durch die Zeitverschiebung ist irgendwie der ganze Tag weg, so dass kurz vor dem Boarding bereits die Sonne unter geht.
Unser Flugzeug von Detroit nach Amsterdamm
Unser Kalifornien-Fazit:

Die Reise war schon lang, hat sich aber definitiv gelohnt. Es ist beeindruckend, wie groß die USA ist und dass man allein beim Überqueren von ein paar Staaten bereits 3 Stunden Zeitverschiebung hat.

Hin: Bremen (A) - Amsterdam, NL (B) - Minneapolis, Minnesota (C) - San Diego, Kalifornien (D)
Rück: San Diego, Kalifornien (D) - Detroit, Michigan (E) - Amsterdam, NL (B) - Bremen (A)

Uns hat es extrem gut gefallen. Die Lebensart in Kalifornien ist tatsächlich ein bisschen so, wie man es sich vorstellt: immer gut drauf, Sonne im Herz und Surfbrett unter dem Arm. Die überwiegende Zahl an Personen, die wir getroffen haben, war extrem freundlich und offen und vor allem immer und überall zu einem kurzen Gespräch aufgelegt, bei dem man denken könnte, man kennt sich schon ewig. So klärte uns z.B. der Inhaber von Bubbas' darüber auf, wem man wie viel Trinkgeld gibt (They have to kiss your ass for 20% tip ...), kommt beim Essen an den Tisch und schnackt kurz mit uns über das Essen. Ähnliches erleben wir mit den Busfahrern, dem Verkäufer in dem Schokoladen oder anderen - ich sogar beim Einreisen mit dem Mann beim Zoll!

Das zweite, was uns aufgefallen ist, ist das Über die Straße gehen. Sobald man auch nur in die Nähe des Straßenrandes kommt und über die Straße blickt, halten die Autos an. Wir haben erst gar nicht verstanden, warum die Autos dauernd stehen, bis und permanent rüber gewunken wurde und wir verstanden haben, dass die alle warten, auch mitten im stark befahrenen Kern von San Diego. Nach der halben Woche haben wir schon echt ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir noch ein wenig ratlos an der Kante vom Bürgersteig gestanden haben und nicht so recht wussten, wo wir hin gehen wollen, aber die Autos angehalten haben. Man bekommt automatisch den Dran, sich zu beeilen, weil die alles so nett sind und warten. Selbst der Busfahrer hält, als ein Fußgänger eine ausgewiesene Busspur, auf der eigentlich nie ein Fußgänger was verloren haben sollte, die Straße passiert. Wir wundern uns, ob es einfach nur Freundlichkeit ist, oder ob die Leute einen sofort verklagen, wenn man sie mit dem Wagen schneidet, und man daher lieber wartet.

Thomas kulinarische Erfahrungen - Ein Fazit


Da wir unseren kulinarischen Auftrag des Testens aller gängigen Fast Food Ketten noch nicht ganz geschaft haben, gehen wir in Detroit zu Taco Bell. Ich esse einen großen Burrito mit Huhn, Bohnen und undefinierter Matsche (ich glaube, helle Soße, irgendwas mit Chillis und so was ähnliches wie Guacamole) und einen weichen Taco, während Thomas die Dreierpackung crispy Tacos wählt und anschließend unser restliches Kleingeld für Nachos raus haut. Das Esse ist so weit okay, kann aber um Längen nicht mit Rubio's mithalten, wo alles so schön frisch war. Die Nachos sind schon ziemlich wiederlich mit dem geschmolzenen Käse - Thomas sagt, ein feuchter Traum für jeden Junk-Food-Liebhaber!

Crispy Taco  bei Taco Bell
Nachos mit Käse, Sauce, Rindfleisch und Tomaten
Nun aber zu unserem Abschließenden Ranking der Ketten:


Gewinner ist ganz klar Rubio's, der ursprünglich mal in San Diego gegründet wurde und sich dann weiter verbreitet hat. Bei Rubio's hatte man das Gefühl, tatsächlich mexicanisch zu Essen (das Essen war definitiv besser als hier in Oldenburg im Rondel, was sich mexicanisches Restaurant schimpft), der Laden war sauber und die Menschen sehr nett. Anschließend kommt Wendy's, weil auch hier der Burger wirklich frisch war, ebenso wie die Pommes. An dritte Stelle schaft es noch Taco Bell, bevor wir Jack in the Box eindeutig an letzter Stelle platzieren. Von der Location mal abgesehen war auch das Essen einfach nicht gut. Schade, als zweiten Laden, der neben Rubio's ursprünglich aus San Diego kommt, hätten wir uns in seiner Heimatstadt mehr erhofft.

Unabhängig von den Fast Food Ketten kann man in San Diego - wie auch in Deutschland - sehr unterschiedlich gut und teuer essen. Man merkt insgesamt die Nähe zur mexikanischen Grenze und dem Ozean, so dass viel gutes, mexikanisches Essen oder Fisch/ Meeresfrüchte angeboten werden.

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