Mittwoch, 23. Juni 2010

PETRA 1. Tag, 23.06.2010

Tag in kurz:
  • Wolkig
  • Coffee for two?
  • Mini Schild, kein Media-Check, Chair nicht informiert
  • FlipFlops und Baggy-Shorts
  • Mittags leichter Regen! Trocknet schneller als es fällt
  • Mittags-Gutschein ohne Getränke, Privatkasse Kellner
  • "meine Session": Chair ist da, aber Beamer ist aus, Logitech Presenter hilft da nicht
  • Kleidchen Frau, Chair achtet auf Zeit, Frau guckt aber nicht
  • NaMi Session: Beamer ist an, aber Chair ist nicht da (20min später)
  • 17 Uhr: richtig fett Regen
  • 18:30 Schluss -> liegen am Strand und die Sonne genießen, baden
  • Cocktailempfang (Wein, Wasser, Softdrinks) mit Schnittchen
  • WLAN in der Lounge und Fußball
Tag in länger und bunt:

Der erste Tag der Konferenz beginnt noch ganz schön. Die Sonne ist noch nicht so stark, so dass die Farben nicht so ausgeblichen wirken wie bei der Ankunft am Vortag. Während ich zum Frühstück gehe, ziehen erste Wolken auf – für heute ist Regen angesagt.





























Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und erinnert mich an einen erweiterten Brunch von der Bar Celona mit allen Extras. Nachdem ich mir einen Platz zwischen den ganzen Pärchen und Familien gesucht habe, kommt eine freundliche Bedienung und fragt, ob ich Kaffee möchte. Ja, möchte ich. „Coffee for two?“ ist die anschließende Frage während sie auf den leeren Platz neben mir deutet. „No, only for me…“. Ich versuche mein Frühstück zu genießen, ganz allein, mit Ausblick durch Bäumchen auf das Meer! Zumindest habe ich Gesellschaft von einer bettelnden Katze.

Nach dem Frühstück mache ich mich auf zur Konferenz. Ich bin davon ausgegangen, dass die Konferenz vom Haupteingang aus ausgeschildert ist, da auf der Internetseite keine Informationen zu finden waren. Weit gefehlt. Doch vor mir geht ein Mann durch den Haupteingang in das Hotel und zum Hinterausgang wieder raus, der so aussieht, als wenn er auch zur Konferenz will. Ich folge ihm und finde zumindest schon mal allgemeine Schilder des Hotels zum Konferenzbereich.















Beim Konferenzcenter angekommen finde ich ein kleines Papierschild, welches den Weg zum Registration Desk weist.















Es gibt zwei Konferenzräume, einen großen und einen recht überschaubar kleinen im Folklore-Museum. Einen Media Check gibt es nicht und auch der Chair der ersten Session und Begrüßung wirkt noch etwas planlos. Ich bin gespannt und setze mich erst einmal hin.





























Wir beginnen und ich sehe mich um. Ich habe mich für Nadelstreifenrock und ein schlichtes, schwarzes Shirt entschieden. Im Vergleich zum Hosenanzug eher casual chick, aber hier ich bin total und absolut overdressed! Der Großteil ist in FlipFlops und weiten Bahama-Shorts oder weiten Leinenhosen und ausgebeulten T-Shirt da.
Als ich zum Mittagessen raus gehe, sehe ich, dass es wirklich geregnet haben muss. Der Boden ist zum Teil nass. Während ich zum Essen gehe, beginnt es wieder zu regnen. Es trocknet aber schneller weg, als es von oben fallen kann.

Die Gutscheine für das Mittagessen zählen für das normale Hotelbuffet. Die Kellner scheinen jedoch nicht mit einem punktuell so heftigen Andrang gerechnet zu haben und wirken leicht hektisch. Während ich mit ein paar Rostockern zusammen am Tisch sitze (von denen der eine gerade von einem Kollegen aus dem OFFIS, dessen Name ihm nicht einfällt, just eingeladen worden ist, OFFIS und vor allem das Living Lab zu besuchen) kommt der Kellner und fragt nach den Zimmernummern und ob er uns was zu trinken bringen darf. Ich frage, warum er die Zimmernummern braucht, da wir doch die Gutscheine haben. Er sagt, weil er von seinem Chef beauftragt war, diese abzufragen. Gut, also bekommt er die Nummern. Einen Moment später kommt er mit den Getränken und den Rechnungen wieder. Wir sind verwirrt und zeigen ihm erneut die Gutscheine. Seine Antwort ist, dass die Gutscheine nur für das Essen gelten und berechnet mal locker drei Euro für 1 Liter Wasser. Wir erinnern uns, ich habe am Vorabend 1,5 Liter für 90 Cent bekommen. Während wir noch überlegen, ob wir die Rechnung unterschreiben, ist am Nachbartisch ein Konferenzteilnehmer gegangen, bevor er die Rechnung bringen konnte. Woher sollte der auch wissen, dass er war bezahlen muss. Der Kellner ärgert sich mehr als deutlich und flucht vor sich hin. Es stellt sich später heraus, dass er für jedes nicht bezahlte Getränk privat aufkommen musste! Das erklärt den Ärger!















Nach dem Essen beginnt die Session, in der ich meinen Vortrag halten darf. Der Chair ist eine Frau und sie ist bereits anwesend. Ich kann meinen Vortrag auf das Konferenz-Notebook spielen und testen. Auf dem Rechner läuft alles, doch der Beamer ist noch ausgeschaltet, den die Chair versucht mit einem Logitech Presenter einzuschalten … !
Kurz vor mir hält eine Frau einen Vortrag, die ich wirklich für nicht ganz passend gekleidet halte. Sie trägt ein Schulter freies, eng anliegendes, weißes Kleid, was um die Beine flatterig schwingt, mit silbernen Applikationen und dazu silberne High-Heels. Die Chair gibt sich redlich Mühe, dass die Zeit eingehalten wird, doch wird stumpf ignoriert. Ich halte meinen Vortrag zwar mit Verspätung, bin aber dann froh als er rum ist.

Gegen 17 Uhr ist kurz Pause. Nun regnet es wirklich stark! Die Nachmittags-Session startet theoretisch pünktlich. Die Sprecher sind da, der Beamer ist dieses Mal an, aber der Chair nicht. Der taucht nach deutlicher Aufforderung 20 Minuten später auf. Die Sprecher sind jedoch diszipliniert und der Tag endet mehr oder weniger pünktlich. Als ich den Konferenzraum verlasse sind die Wolken mehr oder weniger weg und es ist klar und sonnig. Ich genieße die tief stehende Sonne noch einen Moment und gehe mich abschließend noch kurz im Meer treiben lassen. Das Wasser ist ruhig und klar.














Um 20:30 ist zur Eröffnung der Konferenz ein Cocktailempfang in der Pool-Lounge. Ich bin vorher noch kurz am Strand und schaue auf den nahen Ort.








Anschließend gehe ich zur Pool-Lounge, die bereits für uns hergerichtet ist.















Cocktails gibt es keine, aber die Getränke sind kostenlos und es gibt prima Schnittchen. Ich stelle mir einen kleinen Teller zusammen und schnacke einen Moment mit einem Spanier, der sich mir vorgestellt hat und mit dem wir gerade einen Antrag zusammen geschrieben haben. Er hatte mich bei meinem Vortrag entdeckt und sich anschließend vorgestellt – die Welt ist klein :o)















Zum Abschluss des Tages nutze ich das WLAN in der Hotellounge mit den Steinsofas erneut, bevor ich den Tag mit dem WM Spiel von Deutschland beende. Wir haben knapp gewonnen und ich kann beruhigt schlafen.

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